18. Januar 2019 - 12:28 Uhr

'Big Mac' künftig auch in anderen Fast-Food-Restaurants?

Knapp 500 Kalorien, 25 Gramm Fett und künftig nicht mehr einzigartig in der Auslage? Im Streit mit einem irischen Konkurrenten könnte der Fast-Food-Gigant das alleinige Namensrecht an einem seiner Bestseller verlieren.

EU-Behörde gibt irischer Fast-Food-Kette Recht

Nach dem Urteil der EU-Behörde für geistiges Eigentum (EUIPO) darf McDonald's künftig den Namen "Big Mac" nicht mehr exklusiv nutzen. Das ging aus einem Rechtsstreit mit einer kleinen irischen Fast-Food-Kette namens "Supermac's" hervor. Zwar verkaufen "Supermac's" keine Burger mit dem Namen "Big Mac", aber McDonald's fand, dass der Filial-Name des irischen Konkurrenten zu ähnlich klinge wie ihr Käse-Doppeldecker.

McDonald's bestand jahrelang auf sein Markenrecht und hinderte "Supermac's" daran, auch nach England oder auf das europäische Festland zu expandieren. Dagegen hat sich die irische Fast-Food-Kette gewehrt. Im April 2017 forderte der Burger-Rivale McDonald's dazu auf, die Markenrechte an "Mc" und "Big Mac" freizugeben.

McDonald's konnte Namens-Nutzung nicht nachweisen

Die EUIPO gab dem irischen Unternehmen nun recht und begründete ihre Entscheidung damit, dass McDonald's in den fünf Jahren bis zu Aufnahme des Falles nicht ausreichend beweisen konnte, die Marke "Big Mac" für alle Waren und Dienstleistungen, für die sie registriert wurde, authentisch zu nutzen. "Das bloße Vorhandensein einer Marke auf einer Website allein reicht nicht aus, um die ernsthafte Benutzung nachzuweisen, es sei denn, auf der Website sind auch Ort, Zeit und Umfang der Nutzung angegeben", heißt es in dem Urteil.

Sollte der Beschluss rechtskräftig werden, dürften künftig auch andere Unternehmen Burger unter dem Namen "Big Mac" verkaufen. Doch zunächst hat McDonald's erklärt, gegen den Beschluss rechtlich vorgehen zu wollen. Für "Big Mac"-Fans ändert sich durch das Urteil aktuell nichts. Die Burger sind weiter zu kaufen.