24. April 2019 - 15:17 Uhr

Ehemann fiel aus dem Boxspringbett

Einmal Geld in ein richtig gutes Bett investieren – das dachte sich ein Ehepaar aus Dormagen (NRW) und gab stolze 1.500 Euro für ein schickes Boxspringbett aus. Doch bereits in der ersten Nacht kam das böse (und sehr unsanfte) Erwachen: Der Gatte rutschte samt Matratze aus der neuen Ruhestätte. Und so wie der Ehemann auf dem Boden, landete der ganze Fall schließlich vor Gericht.

Wir haben getestet, wie es sich in diesem Bett wirklich schläft. Das Ergebnis gibt's im Video.

Deutschlands teuerste Besucherritze?

Boxspringbetten gelten als besonders bequem und komfortabel. Ein Ehepaar aus Dormagen kann darüber nur müde lächeln, denn an Schlaf ist auf den beiden getrennten Matratzen nicht zu denken. Jede Nacht verschiebt sich die Liegefläche, die eigentlich kleine Besucherritze in der Mitte wird zum Graben. Auch Anti-Rutschmatten, die das Möbelhaus nachlieferte, konnten nicht helfen. Also blieb nur eine Option: klagen, denn das Möbelhaus verweigerte eine Erstattung.

Urteil soll Anfang Mai fallen

Besonders erfolgreich lief das aber nicht, denn das Amtsgericht hatte an dem Bett nichts auszusetzen und wies die Klage ab. Auch in der Berufung befand ein Gutachter des Landgerichts das Bett für in Ordnung. Am 9. Mai, fast viereinhalb Jahre nach dem Kauf, soll die Zivilkammer ein Urteil fällen.

Wer sich nach dieser Geschichte noch immer ein Boxspringbett wünscht: Wir haben für Sie zusammengefasst, worauf man beim Kauf unbedingt achten muss.