2019 M03 15 - 14:31 Uhr

In Brandenburg ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen im vergangenen Jahr mit nur zwei Prozent auf den niedrigsten Wert aller Bundesländer gesunken. Frauen verdienten im Durchschnitt 16,08 Euro brutto pro Stunde, während Männer einen Bruttostundenverdienst von 16,49 Euro hatten, wie das Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte. Damit setze sich zwischen Elbe und Oder ein Trend fort: Seit 2014 sei der Lohnabstand kontinuierlich um insgesamt 5 Prozentpunkte gesunken.

Dagegen wuchs die Lohnlücke in Berlin vergangenes Jahr gegenüber 2017 wieder um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent. Den größten Abstand wies Baden-Württemberg mit 26 Prozent aus. Im bundesweiten Durchschnitt verdienten Frauen 21 Prozent weniger als Männer.

Die ungerechte Bezahlung von Männern und Frauen sei vor allem im Westen Deutschlands verbreitet, erläuterten die Statistiker. Ein wichtiger Faktor seien die in der Region angesiedelten Unternehmen. So verdienten an Industriestandorten Männer in der Regel deutlich mehr als Frauen. Außerdem seien die Verdienste der Männer in Ostdeutschland nach wie vor erheblich geringer als im Westen.

Rechnet man die geringere Bezahlung zeitlich in Tage um, arbeiten Frauen in diesem Jahr bis zum 18. März unbezahlt. Zum Equal Pay Day wollen auch 2019 bundesweit Menschen auf die Straße gehen und für eine gerechtere Bezahlung demonstrieren.

Quelle: DPA