8. Februar 2019 - 16:57 Uhr

Gute Nachricht für Eltern

Klappt das Kinderkriegen nicht auf natürlichem Weg, kann eine künstliche Befruchtung die Lösung sein. Doch steigt damit das Krebsrisiko beim Nachwuchs, wie frühere Untersuchungen behaupten? Nein, hat jetzt eine Studie ergeben.

Resultate früherer Studien widerlegt

Eine künstliche Befruchtung erhöht das Krebsrisiko beim Nachwuchs nicht - zumindest bis zum frühen Erwachsenenalter. Das berichten niederländische Forscher im Fachblatt "Human Reproduction". Die umfangreiche Untersuchung widerspricht damit Resultaten früherer Studien.

Untersuchung über komplette Lebenszeit noch nicht möglich

Das Team um Flora van Leeuwen von The Netherlands Cancer Institute in Amsterdam (Niederlande) berücksichtigte bei ihrer Untersuchung 24.269 Kinder, die nach künstlicher Befruchtung geboren wurden. Ob eines der Kinder im Laufe seiner Entwicklung an Krebs erkrankte, wurde bei etwa der Hälfte vor dem 21. Geburtstag erfasst, bei den anderen später. Da es künstliche Befruchtungen erst seit Ende der 70er Jahre gibt, sind Untersuchungen über eine ganze Lebensspanne bislang nicht möglich.

Die Krebsraten der künstlich gezeugten Kinder waren weder im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöht noch im Vergleich zu jenen natürlich gezeugten Kindern, deren Mütter Empfängnisschwierigkeiten hatten.